Zehnjährige Bauzinsen geben im Juli nach – Finanzierungen werden etwas günstiger

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Symbolbild

Nach vier Monaten steigender Bauzinsen hat sich die Entwicklung im Juli leicht abgeschwächt. Während die Durchschnittszinsen für Baufinanzierungen minimal nachgaben, blieben das Marktumfeld und der Blick auf die kommenden Monate von hoher Unsicherheit geprägt.

Der durchschnittliche Bauzins für Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung ist im Juli leicht gesunken. Das zeigen aktuelle Daten des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24. Kunden, die ihre Finanzierung im Juli abschlossen, zahlten im Durchschnitt 4,03 Prozent. Im Juni lag der Wert noch bei 4,06 Prozent.

Über alle Zinsbindungen hinweg sank der durchschnittliche Bauzins von 4,07 auf 4,04 Prozent. Damit ist der seit März anhaltende Anstieg der Bauzinsen zunächst unterbrochen.


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Eine andere Entwicklung zeigt sich bei den günstigsten verfügbaren Angeboten. Der Bestzins für zehnjährige Darlehen stieg von 3,96 Prozent im Juni auf 4,00 Prozent im Juli. Dadurch verringerte sich der Abstand zwischen Durchschnitts- und Bestkonditionen.

Baufinanzierung: Eigenkapitalquote sinkt leicht

Auch bei den Finanzierungsdaten verzeichnete Baufi24 Veränderungen. Das durchschnittliche Darlehensvolumen erhöhte sich leicht von 303.483 Euro auf 303.913 Euro. Gleichzeitig sank das durchschnittlich eingebrachte Eigenkapital von 116.665 Euro auf 113.604 Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich dadurch von 27,8 auf 27,2 Prozent.

Die monatliche Belastung der Kreditnehmer fiel dagegen niedriger aus. Im Juli zahlten Baufi24-Kunden durchschnittlich 1.420 Euro pro Monat. Das waren 48 Euro weniger als im Vormonat mit durchschnittlich 1.468 Euro.

Baufi24 erwartet weiter volatile Bauzinsen

Oliver Kohnen, Geschäftsführer von Baufi24, ordnet die Entwicklung ein: „Nach vier Monaten mit steigenden Bauzinsen hat sich die Lage im Juli auf hohem Niveau minimal beruhigt – der Durchschnittszins für zehnjährige Darlehen ist leicht gesunken. Gleichzeitig verzeichnete die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe im Juli ihren stärksten Anstieg seit März und notierte zum Monatsende zeitweise über 3,20 Prozent. Dass sich diese Bewegung nicht unmittelbar in höheren Bauzinsen niedergeschlagen hat, zeigt, dass der Markt volatil bleibt und sich weiterhin in beide Richtungen bewegt. Für die kommenden Monate rechnen wir mit einer anhaltend hohen Schwankungsbreite, nicht zuletzt mit Blick auf die EZB-Zinsentscheidung im September. Käuferinnen und Käufer sollten daher auf ausreichend finanziellen Puffer achten und sich Finanzierungsangebote zeitnah sichern.“


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