Das Volumen neu abgeschlossener Baufinanzierungen privater Haushalte belief sich im April auf 21,19 Milliarden Euro. Damit lag der Wert erneut über der Marke von 20 Milliarden Euro. Den Angaben des Analyseunternehmens Sprengnetter zufolge bewegt sich die Marktaktivität trotz der veränderten Bauzinsen weiterhin auf einem stabilen Niveau.
Das aktuelle Finanzierungsvolumen stellt den zweithöchsten Wert seit Juli 2025 dar. Der von dem Unternehmen entwickelte Marktaktivitätsindex sank im Vergleich zum März um 12,3 Prozent und erreichte einen Stand von 172 Punkten. Im März hatte der Index noch bei 194 Punkten gelegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Index einen leichten Rückgang von 1,4 Prozent.
Die Bauzinsen für Darlehen mit einer zehnjährigen Sollzinsbindung veränderten sich im Zeitraum von Mitte März bis Mitte April von rund 3,7 Prozent auf etwa 3,9 Prozent.
Zinsentwicklung beeinflusst Kaufentscheidungen kaum
„Die Entwicklung deutet darauf hin, dass viele Kaufinteressierte ihre Entscheidungen nicht allein von kurzfristigen Zinsbewegungen abhängig machen. Solange die Bauzinsen nicht deutlich weiter steigen, spricht vieles für eine anhaltend hohe Marktaktivität in den kommenden Monaten“, sagt Christian Sauerborn, Chefanalyst bei Sprengnetter. Der Mitteilung zufolge bleibt die Nachfrage am Kaufmarkt somit trotz der teureren Kredite robust.
Die Auswertung der Daten basiert auf den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum Volumen der neu abgeschlossenen Wohnungsbaukredite an private Haushalte. Der Marktaktivitätsindex bereinigt die erfassten Volumina um die Entwicklung der Immobilienpreise, um die reale Aktivität am Wohnimmobilienmarkt vergleichbar zu machen. Als Basiswert des Index dient der Januar 2023 mit 100 Punkten.















