Martin Frandsen, Portfolio Manager bei Principal Asset Management: Die Zinserhöhung der EZB spiegelt den anhaltenden Inflationsdruck wider, der teilweise durch fortdauernde geopolitische Disruptionen – insbesondere im Nahen Osten – verstärkt wird. Die Gesamtinflationsrate im Mai hat erneut unterstrichen, wie hartnäckig die Inflation ist, während die Kerninflationsmaße bemerkenswert robust geblieben sind.
Mit Blick nach vorn besteht das Risiko, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten weiter verfestigt und möglicherweise in ein höheres Lohnwachstum übersetzt, was zusätzlichen Druck auf einkommensschwächere Verbraucher ausüben würde. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines gedämpften Wirtschaftswachstums und schafft ein herausforderndes makroökonomisches Umfeld.
In diesem Kontext erscheinen europäische Banken, insbesondere jene mit Engagement in den schneller wachsenden Volkswirtschaften Osteuropas, vergleichsweise gut positioniert, um von einer weiteren Ausweitung der Nettozinsmargen zu profitieren. Umgekehrt könnten einige der höher bewerteten Unternehmen, die in jüngerer Zeit überdurchschnittlich performt haben, zunehmend unter Bewertungsdruck geraten, da die Kapitalkosten weiter steigen.

Martin Frandsen (Foto: Principal Asset Management)











