Dr. Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender MainSky Asset Management: Die Europäische Zentralbank hat wie erwartet erstmals seit September 2023 die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent angehoben. Auch wenn es Christine Lagarde explizit nicht als „Versicherungsschritt“ gewertet haben will, war die Entscheidung genau dies.
Die EZB will den Vorwurf eines neuerlichen zu späten Reagierens um jeden Preis vermeiden, und es besteht kein Zweifel, dass der Konjunktur in der Eurozone, die ohnehin schon sehr unter dem Energiepreisschock leidet, damit ein weiterer Bärendienst erwiesen wurde.
Schlimmer noch: Ohne eine Entspannung im Ölpreis, die aufgrund der jüngsten Eskalation im Iran nicht wahrscheinlich ist, ist eine weitere Zinserhöhung nach der EZB-Analyse-Logik im September recht wahrscheinlich. Damit ist dies weiterhin kein Umfeld, in dem man eine Outperformance europäischer Aktien erwarten kann.













