Der Trump, das Gold und der Taschenrechner

Trump wird also alles daran setzen, die Zinsen auf einem niedrigen Niveau zu belassen, um seine Wahlversprechen einzuhalten und um damit – nicht ganz uneigennützig – die Unternehmer und Immobilienmilliardäre zu befriedigen.

Vor diesem Hintergrund kommt es ihm sicher entgegen, dass er in den nächsten Monaten fünf der sieben Board-Mitglieder der Fed neu besetzen kann. Und den im Februar 2018 auslaufenden Vertrag von Janet Yellen möchte er nicht verlängern.

Weiterhin verstärktes Geldmengenwachstum

Zu den von Trump gewünschten niedrigen Zinsen kommen milliardenschwere Konjunkturprogramme für die amerikanische Infrastruktur, die nur über neue Schulden, jetzt aber zumindest günstig, finanziert werden können.

Dies bedeutet weiterhin starkes oder sogar verstärktes Geldmengenwachstum. Das durchschnittliche Geldmengenwachstum in den USA betrug historisch betrachtet mehr als 6,5 % – pro Jahr! Tendenz steigend…

Der Stoff, aus dem die Träume der Goldbullen sind

Die Politik Trumps kann verkürzt betitelt werden mit „Verschuldung, Inflation und niedrige Zinsen“. Das ist der Stoff, aus dem die Träume aller Goldbullen gemacht sind!

Durch den Bergbau nimmt der weltweite Goldbestand jährlich nämlich nur um etwa 2.800 bis 3.000 Tonnen zu, was einem Zuwachs von nur ca. 2 Prozent pro Jahr entspricht. Dollar-Geldmenge mehr als +6,5 Prozent p.a., Goldbestand stabil bei +2 Prozent p.a., langfristiges Kursziel Gold? Jetzt braucht man nur noch einen Taschenrechner…

Tim Bröning ist seit 2009 in der Geschäftsleitung der Fonds Finanz Maklerservice GmbH und verantwortlich für den Bereich Unternehmensentwicklung und Finanzen sowie für die Sparte Investment.

Foto: Fonds Finanz

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